Kids – MGMT
November 30, 2008
Nun ja,
beim ersten richtigen Artikel, habe ich schon das erste Problem: Eigentlich wollte ich ein italienisches Lied als Überschrift wählen, doch diese Überschrift hatte mich gerade mal so angesprochen
. Es hat aber nichts mit dem Thema zu tun; wohingegen das italienische sehr passend wäre:
Ich besuche die elfte Klasse eines Freiburger Gymnasiums und habe Italienischunterricht an ebendieser Schule. Deshalb war ich im Oktober eine Woche im Zuge eines Schüleraustausches in Ivrea, Piemont, Italien. Ich lebte wie alle anderen Klassenkameradinnen (ich war tatsächlich der einzige Junge) in einer italienischen Familie. Ich hatte sehr viel Glück, denn diese Familie war zwar ganz und gar italienisch; sie waren aber nicht so sehr auf das Auto fixiert, wie ich es von den anderen gehört hatte. Das kam mir ganz zu Gute, denn – wie es sich als guter Freiburger gehört – fahr ich täglich mit dem Fahrrad zur Schule (auch weil wir kein Auto besitzen). Wir sind in Italien zwar nicht zur Schule gefahren, sondern gelaufen, was bei den meisten Mitschülern wohl fast unvorstellbar wäre. Auch als die Italiener letzte Woche in Deutschland waren, war es gut, dass mein Austauschpartner nicht gewohnt mit dem Auto in die Schule oder sonst wo hin zu fahren (auch wenn sein Vater bei Fiat arbeitet).
Deutsche im Ausland sind oft störend und lästig, besonders auf spanischen Mittlemeerinseln, aber eines habe ich gemerkt: Wir Deutschen sind viel selbstständiger und auch kompromissbereiter und anpassungsfähiger.
Zurück nach Italien:
Wir waren in Norditalien im Herbst und es war ein Traum. Das Wetter war wunderbar, meine einwöchige Gastfamilie großartig und mein Austauschpartner sehr lustig und total nett. Es war wirklich so, wie man sich Italien vorstellt. Wir machten Ausflüge nach Genua und Turin, und besuchten auch die italienische Schule, die eigentlich relativ ähnlich ist wie hier in Deutschland. Das Einzige, was für mich sehr neu war, dass jeder Flur eine(n) eigene(n) HausmeisterIn hat, der/die auf die Schüler außerdem auch aufpasst und dass es sehr viele MuttersprachlehrerInnen in den Sprachen gibt. Was mich überrascht hat, war dass die Band „Tokio Hotel“ sehr berühmt in Italien ist (und generell auch andere deutsche Bands wie z.B. die „Killerpilze“) und mich Neuntklässlerinnen gafragt hatten, von mir ein Foto zu machen, da ich angeblich so aussehe wie Georg von Tokio Hotel (O je!!!).
Abschließend möchte ich sagen, dass ich sowohl was die Sprache, die Kultur (auch die chinesische, denn in meiner Gastfamilie war ein sehr lustiges und nettes 15jähriges Mädchen, das ein Auslandsjahr in Italien macht ) und mich selbst anbelangt sehr viel gelernt habe. Ich habe außerdem sehr viele nette Leute kennengelernt und das italienische Jugendschutzgesetz genossen.
Bis zum nächsten Mal,
BigFishJon, 29. November 2008